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Abessinier,
Nachkommen der ägyptischen Tempelkatzen. Kräftig, natürlich, schön,
geschmeidig, anhänglich und verschmust. Gelegentlich zeigt Sie sich mit
temperamentvoller Unabhängigkeit und manchmal auch Unnahbarkeit. Und viele
fühlen in Ihrer Gegenwart einen Hauch von Katzengöttlichkeit.
Eine Abessinier verschenkt sich gern ohne Wenn und Aber. Und es ist wirklich ein Geschenk, ein besonderes, mit dem Ihr Halter nicht sorglos umgehen sollte. Einmal schwer enttäuscht kann Sie recht konsequent in Ihrer Zurückhaltung bleiben. |
| Doch nur selten macht Sie von Ihrer Sturheit Gebrauch. Fremde fasziniert es, wie sonst ganz normale Menschen diesen Katze bedingungslos zu Füßen liegen. Das versteht nur der wirklich, der die Aby nicht nur bei einem Kurzbesuch beobachtet, sondern im Zusammenleben erfährt. Es ist dieser Katze nicht egal, wer den Faden des Spiels in der Hand hält. Sie macht etwas Besonderes daraus, gerade diesem Menschen Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. |
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Dieses Gefühl kannten vermutlich schon die ersten Fans der Abessinier im vergangenen Jahrhundert, die diese Rasse für die direkten Nachkommen der ägyptischen Tempelkatzen hielten. Genetisch läßt sich dafür jedoch kein Beweis finden. Und doch: Eine edle "Bastet" steckt unverkennbar in jeder Abessinier. Der Typ dieser sehr alten Rasse blieb über Jahrhunderte der gleiche. Seit der offiziellen Rasseanerkennung im Jahre 1882 in England haben Züchter neben der Wildfarbe weitere Fellfärbungen hervorgebracht. Sonst aber blieb die kraftvolle Athletin stets eine natürliche Katze, an der es nichts zu verbessern gab. Genetisch gesehen ist eine Abessinier eine besondere Art von Tabby-Katze, was man rein äußerlich vor allem an der Stirn-Zeichnung erkennen kann. Dieses besondere Tabby-Gen bewirkt das Ticking des Fells, das heißt die Bänderung jedes einzelnen Haares. Man kennt das von Hasen (agouti), so daß man die Abessinier gelegentlich "Bunny-Cats" nennt. |
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Allen Abys ist das Ticking (dunkle Bänderung des in der Grundfarbe helleren Haares) gemeinsam, sowie der Aalstrich, eine dunklere Schattierung entlang des Rückens, die bis zum Schwanzende verläuft und diesen einheitlich, ohne Ringe, dunkel färbt. Die Körperunterseite, die Brust und die Innenseite der Beine sind einheitlich in der Grundfarbe, ohne Ticking oder Streifen. Weiß ist nur an den Lippen, der Nase und am Kinn erlaubt. Die bekanntesten Farben der Abessinier sind Wildfarben, also ein warmes Rotbraun mit schwarzem Ticking. Heller ist die Sorrel mit Ihnem leuchtend warmen Kupferrot, schokoladenbraunem Ticking, rotbrauner Augenumrandung und hellrotem Nasenspiegel. Ferner gibt es Abessinier in Blau (Blaugrau mit stahlgraublauem Ticking); in Beige-Fawn, in Schwarz-Silber, Blau-Silber, Sorrel-Silber und Beige-Fawn-Silber. |